Josef Khälß

Josef Khälß vlg Syen (* 28. Jänner 1912 in Altaussee; † 15. November 1998 ebenda) aus der Familie Khälß war Bürgermeister (SPÖ) der Gemeinde Altaussee.

Leben

Am 13. März 1938 wurde Hermann Broch aufgrund einer Meldung des Briefträgers, dass Broch eine russische Zeitschrift abonniert habe, ins Gefängnis in Bad Aussee eingesperrt. Sein Zellengenosse war Josef Khälß, dem er am Josefitag eine Fotografie von sich widmete: "Zum Namenstag in einer Zelle / Dem Seppl Khälß / sein Haftgeselle Hermann Broch 19.3.1938."[1]

1948 war er Vorstand der Bauförderungsgenossenschaft Altaussee reg.Gen.m.b.H..

Josef Khälß setzte sich für den "Altausseer Geselligkeitsverein Glück-Auf" ein und hatte von 1956 bis zur Auflösung 1957 die Spielleitung inne.

1979 wurde die Heimatbühne Altaussee von Franz Hütter ins Leben gerufen. Von 1979 bis 1982 übernahm Josef Khälß gemeinsam mit Franz Hütter die Bühnenleitung.

Er wohnte in Fischerndorf 34.

Politik

Den Bürgermeister Josef Khälß, der von 1965 bis 1972 amtierte, zeichnete die vorausschauende Lösung kommunalpolitischer Probleme aus. In seiner Amtszeit wurde die Errichtung der Kanalisation begonnen, der Flächenwidmungs- und Bebauungsplan erstellt, die Loser Panoramastraße gebaut und eine "moderne" Müllabfuhr mit Müllwagen in Altaussee eingeführt.

Josef Khälß beeindruckte durch Redegewandtheit und gründliche Sachkenntnis auch politische Gegner. In seiner Amtszeit als Bürgermeister wurden alle Gemeinderatsbeschlüsse einstimmig gefasst.

Im Jahr 1966 rief Khälß anlässlich des 65. Geburtstages des Volkskundlers, Sängers, Malers und Dichters Hans Gielge den Hans Gielge-Preis der Gemeinde Altaussee ins Leben.

Quelle

  • E-Mail von Josef Khälß-Khälßberg, Altaussee, Enkel des Altbürgermeister Josef Khälß an das EnnstalWiki am 7. Mai 2019

Einzelnachweis

Zeitfolge


Bürgermeister der Gemeinde Altaussee